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Safe Haven im Camp Pamir - Kommandeur macht sich ein Bild über die Lage vor Ort

Kunduz, 03.05.2019.

Der „Safe Haven“ im Camp Pamir ist der permanente Aufenthaltsort einiger Berater (Adviser), deren Auftrag es ist, den Führungsstab des 217. Corps, der früheren 20. Division der afghanischen Armee, zu beraten. Der Kommandeur, Brigadegeneral Gerhard Klaffus, hat sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort gemacht und sich über die Fortschritte in Kunduz informiert.

Zwei Soldaten stehen hinter Sandsäcken unter einem Holzdach.
Einweisung in die „Absicherung des Lagers“ (Quelle: Bundeswehr /Nikolas Barth )Größere Abbildung anzeigen

Als Erstes stand eine Einweisung in den Ausbau des Lagers auf dem Plan. Dabei gab es verschiedene Punkte, die dem Kommandeur vorgetragen wurden. Beispielsweise über die mittlerweile funktionierende Wasserversorgung im Camp. Vorher war der Zustand desolat: Aus den Rohren kam teilweise brackiges Wasser. „Jetzt erreichen wir beinahe Trinkwasserqualität beim Brauchwasser.“, sagt Frauke B., verantwortlich für die Trinkwasserversorgung im Camp. Weiterhin soll in absehbarer Zeit eine neue Truppenküche geliefert werden. Damit wäre der eintönigen Ernährung aus Fertiggerichten ein Ende gesetzt. Es gilt noch einiges zu verbessern, aber die Einstellung im gesamten Team ist zuversichtlich.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt sich

Mehrere Soldaten im Gespräch
Im Gespräch mit Soldaten der Force Protection. (Quelle: Bundeswehr /Rene Seltmann)Größere Abbildung anzeigen

Das Gespräch mit den Beratern ist ein wichtiger Punkt. Mit der 20. Division der afghanischen Streitkräfte, fand die Verständigung direkt im Divisionsstab statt. Auch mit der Umstrukturierung zum 217. Corps soll sich daran in Zukunft nichts ändern. „Das ist ein sehr vertrauensvoller Umgang“, wie Oberst Derichs vor Ort, sagt. Die Berater gehen quasi zusammen mit den afghanischen Kameraden zur Arbeit. Durch die räumliche Nähe entsteht eine positive Zusammenarbeit.

Große Aufgabe für ein kleines Team

Vor wenigen Wochen musste als Folge der Gefechte der Afghanen mit den Taliban im Norden der Provinz Kunduz ein Massenanfall von Verwundeten im deutschen Lager bewältigt werden. Mehr als ein Dutzend Soldaten kamen nacheinander und sollten versorgt werden. Versorgt wurden hier Amerikaner und Afghanen. Oberst Derichs: „Ich konnte lediglich als Krankenträger helfen, aber das haben wir gerne gemacht.“

Gedenken an die Gefallenen

Brigadegeneral Klaffus im Gespräch mit drei  Soldaten aus der kleinen medizinischen Einheit.
In der kleinen medizinischen Einheit werden immer wieder auch schwere Fälle behandelt (Quelle: Bundeswehr /Nikolas Barth )Größere Abbildung anzeigen

Am Abend gab es noch eine Gedenkfeier für die Gefallenen des Karfreitagsgefechtes aus dem Jahr 2010. Mit dabei: Kameraden aus anderen Nationen, die ebenfalls im Camp Pamir eingesetzt sind. Beides ruft deutlich ins Bewusstsein, dass der Konflikt in Afghanistan immer noch anhält. Gerade die Region um Kunduz ist stark umkämpft. Mit Beginn der „Fighting Season 2019“ werden die Gefechte sehr wahrscheinlich noch zunehmen. Zum Abschluss sagte Brigadegeneral Klaffus: „Die Kameradinnen und Kameraden in Kunduz leisten einen überragenden Dienst. Angesichts der hier herrschenden Gegebenheiten sind sie ein Vorbild für uns alle.“


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Stand vom: 06.05.2019 | Autor: Nikolas Barth


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